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Gibt es Behandlungsmöglichkeiten ?
Neuromuskuläre Erkrankungen, insbesondere chronisch progrediente Muskeldystrophien und neurogene Muskelatrophien sind bis heute ursächlich nicht heilbar. Das Erscheinungsbild ist vielfältig. Es gibt 680 verschiedene Krankheitsformen. Die Krankheitsfolgen reichen von leichter bis schwerer Behinderung und kompletter Hilflosigkeit im Alltag. Der pflegerische Aufwand für die Betroffenen ist hoch. Komplikationen können Kardiomyopathien mit Herzrhytmusstörungen und kardiale Insuffizienz sein. Mögliche Atmungsstörungen führen häufig zur künstlichen Beatmung. Sprach- und Schluckbeschwerden können auftreten. Muskelkrankheiten sind überwiegend Erbkrankheiten. Ursächliche Therapieansätze sind bis heute noch nicht möglich. Es gibt keine Medikamente, bestenfalls solche, die die Symptome lindern. Als Behandlungsmöglichkeit bieten sich derzeit physikalische Therapiemassnahmen an. Ziel der physikalischen Therapie ist die Kräftigung und Erhaltung der fuktionsfähigen Muskulatur zur Erleichterung der Aktivitäten des täglichen Lebens. Seit Januar 1985 werden in der Weserbergland-Klinik in Höxter, Ostwestfalen, unter wissenschaftlichen Studienbedingungen, Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen mit physikalischen Therapiemassnahmen behandelt und untersucht. Die Langzeitbeobachtungen zeigen einen verzögerten Krankheitsverlauf. Im Zeitraum von Januar 1985 bis April 2002 wurden 1000 Patienten mit insgesamt 2000 Studienteilnahmen behandelt. Auf Grund der stationären physikalischen Therapie an Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen ist die Weserbergland-Klinik mit dem Therapiezentrum für neuromuskuläre Erkrankungen für Betroffene zu einer hochspezialisierten Therapieeinrichtung geworden. Mit dieser hochspezialisierten Therapie läßt sich die Erwerbstätigkeit verlängern, die Lebensqualität und Selbsthilfefähigkeit verbessern, was auch bedeutet, dass die Betroffenen in ihrem ursprünglichen sozialen Umfeld leben können und somit sich eine Heimunterbringung vermeiden läßt. Vergleichbare Therapieerfolge lassen sich durch ambulante Behandlungen, einschliesslich häuslicher Krankenpflege, nicht erreichen. Auch in einer weniger spezialisierten Klinik, ist ein solcher Behandlungserfolg nicht zu erzielen. Zusammenfassend zitieren wir Herrn Prof. Dr. med. D. Pongratz von der Universität München: „ Die Qualität der Weserbergland-Klinik in Höxter auf dem Sektor der physikalischen Therapie von Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen ist mir wohl bekannt. Ich halte diese Einrichtung für eine Mustereinrichtung in der Bundesrepublik Deutschland.“ Das Therapiezentrum für neuromuskuläre Erkrankungen in der Weserbergland-Klinik in Höxter, wurde von der Deutsche Muskelschwund-Hilfe e.V. initiiert und mit 1,3 Mio. Euro gefördert. Gern bieten wir Ihnen ein persönliches Beratungsgespräch an. Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

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