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Fürstin Elisabeth von Bismarck in der Weserbergland-Klinik in Höxter
Es ist mir eine ganz große Freude, wieder in der Weserbergland-Klinik zu sein. Als ich letztes Jahr im Juni hier den ersten Levo-Stuhl übergeben konnte, merkte ich gleich: diese Klinik hat etwas ganz besonderes. Sie strahlt Wärme, Liebe und Zuneigung in ihrer Geborgenheit aus. Hier sind die Pfleger und Pflegerinnen auf die Kranken eingestellt, mit derartig viel Liebe und Geduld - ja, als sei es eine große Familie. Hier ist keiner eine Nummer, sondern einer der Familie. Hier wissen sie, daß man sie zwar noch nicht heilen kann, aber deren Schmerzen lindern und so den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen kann.
Ihnen, Herr Dr. Arnold und ihrem gesamten Team möchte ich im Namen der Kranken sehr herzlich danken für alles, was Sie hier leisten; denn es ist einmalig in Deutschland. Ein vergleichbares Therapiezentrum für Muskelkranke mit so umfassenden physikalischen Therapieerfahrungen und Behandlungsmöglichkeiten gibt es weder in Deutschland noch im Ausland. Letztes Jahr hatte ich die Gelegenheit, das gesamte Therapiezentrum zu besuchen. Das hat mich sehr beeindruckt.
Der Presse, die so freundlicherweise hier anwesend ist, möchte ich auch sehr herzlich danken, denn dank Ihnen, können wir Behörden, Krankenkassen, medizinische Dienste sensibilisieren, uns zu helfen. Wichtig ist, daß Sie über dieses einmalige Therapiezentrum ganz groß berichten. Muskelschwundkranke lesen auch Zeitungen, und viele wissen nichts über die Weserbergland-Klinik. So können Sie durch Ihr Schreiben sehr hilfreich sein, schwer leidenden Menschen die Nachricht zu bringen, daß hier Hilfe auf sie wartet.
Ich danke Ihnen im voraus im Namen derjenigen, die es durch Sie erfahren werden.
Heute übergebe ich einen zweiten Levo-Stuhl. Dank der Großzügigkeit des Rotary-Vorsitzenden des Dortmunder Rotary- Clubs Herrn Dr. Pohlschröder, sowie Frau Butschkau von der Firma A.D.Kraut. Dieser Stuhl kostet DM 12.000,00. Danke Herr Dr. Pohlschröder und Frau Butschkau. Herr Friedrich weiß, welche lindernde Rolle dieser aufrichtende Stuhl spielt. Es ist eine große Bereicherung für das Therapiezentrum einen zweiten zu haben.
Bevor wir zum Kinderspielplatz übergehen, möchte ich im Namen der Deutschen Muskelschwund-Hilfe e.V. am folgende Therapeuten und Therapeutinnen meinen besonderen Dank ausdrücken:
Frau Angsmann, Frau Portheine, Frau Borchert und Herrn Martin Kemper. Sie erhalten heute für ihren unermüdlichen Einsatz den goldenen Schmetterling.
Mit Stolz sollen Sie ihn tragen, denn durch Ihre so liebevolle Unterstützung helfen Sie vielen Kranken, die „gestärkt“ nach Hause fahren können. Und das will was heißen bei dieser schlimmen Krankheit. Einen Applaus bitte! Herrn Chefarzt Dr. Arnold überreiche ich natürlich auch den goldenen Schmetterling. Hier werden seit gut einem Jahr muskelkranke Kinder ab sechs Jahren behandelt. Sie brauchen ein Spielzimmer, wo sie, wie alle gesunden Kinder auch spielen können.
Letztes Jahr verstarb in Kiel die kleine Lena Gerbrecht. Am 3. Dezember erlag sie nach 8 Monaten ihrer Krankheit. Am 3. April dieses Jahres, am Tage Lenas Geburtstages, übergaben Ihre Eltern Herrn Friedrich DM 3.000,00. „Sterntaler-Geld“, wie sie sagten. Dieses Geld hatten sie auf Lenas Sparbuch getan. Dieses Geld ermöglicht der Weserbergland-Klinik, ein Kinderspielzimmer einzurichten. Wir werden es „Lenas Zimmer“ nennen. So lebt sie hier weiter, wie ein Schutzengel der anderen Kinder. Dafür bedanke ich mich bei Lena und ihren Eltern.
Das Spielzeug hat Herr Hausschild von der Firma Toys-R-Us Köln geschenkt. Im Namen der Kinder bedanken wir uns sehr herzlich. Dies ist ein großer Tag für das Therapiezentrum, und ich bin dankbar und stolz, daran teilnehmen zu können.
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