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16.06.2010 - Zahnärzte setzen sich für Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen einBerlin (ots) – KZBV und BZÄK stellen Reformkonzept für bessere zahnärztliche Versorgung vor
Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen sollen zukünftig Anspruch auf besondere präventive zahnmedizinische Leistungen ihrer Krankenkasse haben, wenn sie zur täglichen Mundhygiene nicht ausreichend in der Lage sind. Da viele Patienten aufgrund ihrer geistigen oder körperlichen Einschränkungen nicht in die Zahnarztpraxis kommen können, soll außerdem die aufsuchende Betreuung durch den Zahnarzt gefördert werden.
So lauten die zentralen Forderungen eines Versorgungskonzeptes mit dem Titel “Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter”, das die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KBZV) und die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) gemeinsam mit Wissenschaftlern der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnheilkunde (DGAZ) und der Arbeitsgemeinschaft für zahnärztliche Behindertenbehandlung im Bundesverband Deutscher Oralchirurgen (BDO) entwickelt haben.
Mit dem Konzept, das heute in Berlin der Presse, der Politik und der allgemeinen Öffentlichkeit vorgestellt wurde, sollen endlich grundlegende Defizite in der zahnmedizinischen Versorgung körperlich und kognitiv eingeschränkter Menschen angegangen werden. Dazu sagte der stellvertretende Vorsitzende des Vorstandes der KZBV, Dr. Wolfgang Eßer: “Die zahnmedizinische Versorgung in der GKV ist darauf abgestimmt, dass Versicherte zur Vorsorge selbst die Zähne putzen und zur Behandlung eine Zahnarztpraxis aufsuchen können. Viele ältere, pflegebedürftige Patienten und Menschen mit schweren Behinderungen sind aber dazu nicht in der Lage. Die Anzahl der Menschen, die auf besondere zahnärztliche Hilfe angewiesenen sind, steigt von Jahr zu Jahr. Diese Patienten können und wollen wir nicht alleine lassen. Zur Umsetzung unseres Versorgungskonzeptes benötigen wir die Hilfe des Gesetzgebers.”
Der Vizepräsident der BZÄK, Dr. Dietmar Oesterreich, warnte vor den zunehmend wachsenden Problemen in der zahnmedizinischen Versorgung der betroffenen Gruppen: “Bisher haben wir über karitative Organisationen und ehrenamtliches Engagement zahnärztlicher Kollegen versucht, die Versorgungsdefizite aufzufangen. Aber das ist schwierig bis unmöglich. Wir haben etwa 600.000 Menschen mit Behinderungen und gut zwei Millionen Pflegebedürftige, für die eine aufwendige zahnmedizinische Betreuung notwendig ist. Und die Zahl wird angesichts der demografischen Entwicklung noch sehr viel weiter steigen. Deswegen brauchen wir endlich eine strukturelle Lösung.”
Prof. Andreas Schulte, leitender Oberarzt an der Poliklinik für Zahnerhaltung in Heidelberg und Co-Autor des Versorgungskonzeptes, wies auf die besonderen zahnmedizinischen Herausforderungen hin, die sich bei der Betreuung von Menschen mit Behinderung oder in Pflege ergeben: “Die Mundgesundheit der Betroffenen ist insgesamt wesentlich schlechter als im Bevölkerungsdurchschnitt. Die Behandlung erfordert oft einen hohen Kommunikations- und Versorgungsaufwand oder ist nur unter Vollnarkose möglich. Gerade im Pflegebereich treffen wir auf spezifische, altersbedingte Krankheitsbilder. Parodontalerkrankungen, Karies an freiliegenden Zahnwurzeln oder Probleme, die aus allgemeinmedizinischen Erkrankungen sowie einem verringerten Speichelfluss resultieren, sind sehr häufig. Sie machen eine kontinuierliche Betreuung unerlässlich.”
Ab ca. 14.00 Uhr steht unter:
www.axentis.de/100616-Zahnaerzte-PK Bildmaterial zur
Verfügung.
Pressekontakt:
BZÄK: Jette Krämer, Tel.: 030/40 00 51 50; presse@bzaek.de
KZBV: Dr. Reiner Kern, Tel.: 030/28 01 79 27; kzbv.presse@kzbv.de
16 June 2010 08.06.2010 - Förderung der Chancengleichheit: Schreiben an Frau Bundeskanzlerin Merkel vom 12. April 2010Sehr geehrte Frau XYZ,
vielen Dank für Ihre Nachricht, die zur Beantwortung an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales weitergeleitet wurde. Sie berichten darin über Schwierigkeiten, barrierefreie Ferienquartiere in Deutschland zu finden.
Die Bundesregierung hat in den letzten Jahren zahlreiche Projekte und Studien zur Entwicklung eines Barrierefreien Tourismus in Deutschland durchgeführt und wird sich weiter dafür einsetzen, dass der barrierefreie Tourismus für Alle noch stärker in das Bewusstsein von touristischen Entscheidungsträgern in Ländern, Kommunen und der Tourismuswirtschaft
vordringt.
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ist in seiner Zuständigkeit für die Politik zur Förderung der Chancengleichheit für Menschen mit Behinderung sehr am Gelingen dieser Aufgabe interessiert und beteiligt sich selbst an der Verbreitung guter Beispiele. Auf dem Web-Portal www.einfach-teilhaben.de sind unter der Rubrik „Mobilität und Freizeit“ vielfältige Informationen für Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige eingestellt, z.B. über
die Zugänglichkeit von Bahnen, Flugzeugen und auch Ausflugsschiffen sowie über barrierefreie Reiseziele und Tourismusregionen, die nutzerfreundlich nach Bundesland sortiert über eine interaktive Länderkarte abgerufen werden können, siehe:
www.einfachteilhaben.de/cln_164/sid_9BE2A80CC595F83C529BC233622CFE91/DE/StdS/Mobilitaet/Barrierefrei_reisen/barrierefrei_reisen_node.html
Das Angebot auf „einfach-teilhaben.de“ wird ständig aktualisiert und weiter ausgebaut. Ein Überblick gerade zur Entwicklung von Angeboten im Internet zeigt, dass durch vielfältige Initiativen der barrierefreie Tourismus in Deutschland in vielen Tourismusregionen bereits gut umgesetzt wird. So hat sich zum Beispiel ein Verbund aus Städten und Tourismusregionen, die sich für die Entwicklung des barrierefreien Tourismus in Deutschland in besonderem Maße einsetzten, zu der Arbeitsgemeinschaft „Barrierefreie Reiseziele in Deutschland“ zusammengeschlossen. Die beteiligten Destinationen sind die Eifel, die Stadt Erfurt, das Fränkische Seenland, die Insel Langeoog, das Ruppiner Land und die Sächsische Schweiz und die
Niederlausitz. Die AG hat eine eigene Webseite eingerichtet www.barrierefreiereiseziele.de und ist hierüber auch mit dem Angebot der Deutschen Tourismuszentrale verlinkt.
Ich hoffe, dass es Ihnen mit diesen Angaben doch möglich ist, für sich, Ihre Familie und Bekannten ein passendes Urlaubsquartier zu finden.
Eine Kopie dieses Schreibens wird dem Bundeskanzleramt zur Kenntnisnahme übersandt.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Herr ABC
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