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30.11.2005 - Folgen von Muskelschwund sind beeinflußbar
Gleichgewichtsprobleme, Rücken- und Gelenkschmerzen, Abhängigkeit vom Rollstuhl, Atemnot - das alles können Symptome von "Muskelschwund" sein. Fachlich korrekt, sind damit Erkrankungen der Muskulatur gemeint, die unter dem Oberbegriff "Neuromuskuläre Erkrankungen" erfasst werden. Diese Krankheiten sind in der Öffentlichkeit kaum bekannt und werden oft mit anderen Leiden verwechselt, zum Beispiel mit der Multiplen Sklerose. Von einigen Untergruppen der Erbkrankheit sind schon Kinder betroffen. Die vermutete Anzahl der Kranken wird bundesweit auf 120.000 geschätzt.
An der Asklepios Weserbergland-Klinik in Höxter arbeitet ein Experten-Team aus Therapeuten und Ärzten seit 1985, im Rahmen einer von der Deutschen Muskelschwund-Hilfe e.V. finanzierten Studie, an verbesserten Behandlungsverfahren, um die Krankheitsprogression zu vermindern und die Lebensqualität und Selbständigkeit zu steigern. Die Spezialisten setzen dabei modernste Geräte und differenzierte Techniken ein. So ist es möglich, die Kranken individuell zu fördern und gleichzeitig die Ängste der Betroffenen zu minimieren. Solange keine medizinischen Möglichkeiten bekannt sind, um die Krankheiten zu heilen, profitieren muskelkranke Menschen von diesen speziellen physikalischen Behandlungsstrategien nach dem Therapiekonzept Asklepios Weserbergland-Klinik. Eigens entwickelte Beurteilungsverfahren ermöglichen eine optimale Abstimmung physio- und ergotherapeutischer Behandlungen, deren Effizienz die bisher geläufigen Therapiekonzepte übertrifft. Langzeitbeobachtungen an wiederholt stationär behandelten Patienten, z.B. Kinder bereits vom 5 Lebensjahr an und an Erwachsenen, zeigen eine überraschend langsame Progredienz der Symptomatik. Weiter wird beobachtet, dass die in der Fachliteratur angegebebe Lebenserwartung bei der Krankheitsform Duchenne und anderen Formen deutlich überschritten werden.
Zum neuartigen ganzheitlichen Therapiekonzept gehören auch informative ärztlich geleitete Patientenseminare und wöchentliche Hilfsmittelberatungen. Dadurch werden Fehlversorgungen vermieden und die eigenen Fähigkeiten im Alltagsleben entschieden verbessert.
Wissenschaftliche Auswertungen der Behandlungsergebnisse von über 2000 Patienten zeigen in ersten Ergebnissen, dass viele Alltagshandicaps positiv beeinflussbar sind. Die Analysen sollen in einigen Monaten zur Verfügung stehen und auf Kongressen vorgestellt werden, um Betroffenen und Behandlern gezielte Empfehlungen für spezielle Probleme geben zu können. Schon seit Jahren schult das Experten-Team interessierte Therapeuten und Angehörige, um im Umgang mit den Kranken sicherer zu werden.
Zwischen dem Therapiezentrum für neuromuskuläre Erkrankungen in der Asklepios Weserbergland-Klinik und dem Neuromuskulären Zentrum der Universität Münster besteht eine Assoziation. Diese wissenschaftliche Assoziation hat zum Ziel, die effektive Behandlung neuromuskulärer Erkrankungen weiter zu entwickeln. Späteres Ziel ist es, eine Datenbank anzulegen, aus der sich Interessierte gezielt Informationen besorgen können.
Weitere Informationen und Beratung erhalten Menschen mit Muskelkrankheiten bei der Deutschen Muskelschwund-Hilfe e.V.
Alstertor 20, 20095 Hamburg
unter der Rufnummer 040 – 32 32 31-0
Fax-Nummer 040 – 32 32 31 31
oder unter /jump.htm?goto=http://www.muskelschwund.de/www.muskelschwund.de
und in der Asklepios Weserbergland-Klinik Höxter
unter der Rufnummer 05271 – 98 22 23
Fax-Nummer 05271 – 98 44 44.
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