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Aktuelle Pressemeldung: Asklepios Klinikum Höxter plant Neubau

Neubaukosten rund 25 Mio. Euro, finanziert aus Eigenmitteln von Asklepios

Höxter, 1. Juli 2016. Asklepios beabsichtigt die Weserbergland-Klinik Höxter abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Geplant ist die Errichtung einer modernen Rehabilitationsklinik mit 180 Betten in den Fachrichtungen Neurologie und Geriatrie. Die Klinikleitung strebt den Beginn der Baumaßnahmen in der 2. Jahreshälfte 2016 an. In einem ersten Schritt sollen dazu zunächst einzelne Gebäudeteile abgerissen werden, um das Baufeld für den anschließenden Neubau zu ebnen. Anfang 2017 soll dann der Baubeginn für die neue Klinik erfolgen. Asklepios strebt an, den Neubau im Frühjahr 2018 fertigstellen zu können. Anschließend sollen – mit Ausnahme des Pflegeheims, welches in den vergangene Jahren generalsaniert wurde – die verbliebenen Gebäudeteile des bisherigen Krankenhauskomplexes abgerissen werden.

„Der Neubau der Weserbergland-Klinik ist seit Jahren überfällig. Wir hoffen nun, dass die letzten verbliebenen Hürden bald überwunden werden, damit wir alsbald mit der Umsetzung beginnen können. Wir möchten mit dem Neubau eine bedarfsgerechte Versorgung in den Bereichen Neurologie und Geriatrie sicherstellen und ein Bekenntnis für den Standort Höxter abgeben.“, sagt Kai Hankeln, Vorsitzender der Asklepios Kliniken GmbH. Der Neubau soll sich über drei Etagen mit rund 14.500qm Fläche erstrecken, in denen die 180 Betten untergebracht werden. Der Gebäudekomplex soll an den aktuellen Bedürfnissen ausgerichtete räumliche und technische Strukturen verfügen. Die geplanten Kosten für den Neubau betragen rund 25 Mio. Euro, die komplett von Asklepios aus eigenen Mitteln aufgebracht werden.

Das alte Klinikgebäude, das zum Teil noch aus der Vorkriegszeit stammt, wird den Anforderungen an einen Klinikbetrieb längst nicht mehr gerecht.  Die Stationseinheiten sind zu eng gefasst, die technische Infrastruktur ist veraltet, es gibt keine energetische Dämmung und auch die Aussttatung der Patientenzimmer ist nicht mehr bedarfsgerecht. Zudem ist der bisherige Klinikkomplex gemessen an den Patientenzahlen in seiner Ausdehnung viel zu groß. Asklepios hat auch die Möglichkeiten einer Sanierung des bisherigen Gebäudekomplexes intensiv geprüft, kam aber zu dem Ergebnis, dass die Sanierungskosten deutlich über denen des nun angestrebten Neubaus gelegen hätten. Die Umsetzung des Neubaus steht noch unter Vobehalt der Zustimmung durch die Stiftung Weserbergland-Klinik, die Eigentümerin des Erbpachtgrundstückes ist, sowie des Kreises Höxter. 

Kontakt für Rückfragen:      
Asklepios Kliniken
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24-Stunden-Rufbereitschaft der Pressestelle: (040) 1818-82 8888.

Asklepios Weserbergland-Klinik Höxter

Die Asklepios Weserbergland-Klinik (WBK) ist eine Fachklinik für Neurologisches, Orthopädische und Geriatrische Rehabilitation und Therapiezentrum für Neuro­muskuläre Erkrankungen.

Die WBK liegt im wunderschönen Weserbergland in Höxter und verfügt über eine auf die Belange von Patienten mit körperlichen Behinderungen eingerichtete Ausstattung, sie ist barrierefrei und daher auch für Rollstuhlfahrer geeignet.

In der WBK (Gründung 1949) werden bereits seit Jahrzehnten neuromuskulär erkrankte Patienten mit physikalischen rehabilitativen Methoden behandelt. Angewandt werden je nach Befund des Patienten verschiedene Methoden der Physiotherapie (bzw. Kranken­gymnastik), der Trainingstherapie, Massagen, Elektrotherapien, Bäder und sonstige Wasser­behandlungen sowie Wärme- und Kältetherapien. Häufig sind auch ergotherapeutische Behandlungen angezeigt und in manchen speziellen Fällen logopädische Therapien. Bei entsprechenden Problemen erfolgen psychologische oder neuropsychologische Testun­gen bzw. Behandlungen. Bei Bedarf werden Hilfsmittelerprobungen und –versorgungen durchgeführt.

Bis in die 1980-Jahre galt als Therapieprinzip bei neuromuskulären Erkrankungen im wesentlichen muskuläre Schonung. Passive Behandlungsmaßnahmen und Hilfsmittel­versorgungen standen im Vordergrund.

Ab 1985 wurde auf Anregung und mit umfangreicher Unterstützung von Joachim W. A. Friedrich, Gründer und damaliger Vorsitzender der Deutschen Muskelschwund-Hilfe Hamburg in der WBK unter der Leitung des Ärztlichen Direktors und Chefarztes Prof. Dr. med. Georg Weimann (ab 1992 Fortführung durch Chefarzt Dr. Claus-Rüdiger Arnold) eine Therapiestudie begonnen, in der überprüft wurde, ob das mögliche Therapiespektrum bei Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen um aktive Maßnahmen erweitert werden könnte.

Es wurde ein Vergleich von Therapien mit nur isometrischen Behandlungen im Vergleich zu kürzeren und längeren dynamischen Behandlungen, im weiteren Verlauf Wasserbehand­lungen, Behandlungen im Schlingentisch und Kombinationsbehandlungen durchgeführt. Die Therapiestudie lief über 20 Jahre.

Die Auswertungen umfangreicher funktioneller Tests ergaben, dass vorsichtige dynamische Behandlungen bei verschiedenen Durchführungsvarianten und bei unterschiedlichen muskulären Erkrankungen keine negativen Effekte hatten, sondern im Gegenteil nicht nur subjektive, sondern auch objektivierbare positive Effekte zeigten. Die Auswertungen bei mehr als 2.000 Patienten mit mehr als 3.500 Behandlungsdokumentationen ergaben:

- Verminderung von Gelenk- und Muskelsteifigkeit

- Optimierung der verbliebenen Muskelfunktionen im Sinne besserer Kraft und Ausdauer, z. B. Erhalt der Steh- und Gehfunktion

- Minderung von Haltungsschäden (Fehlhaltungen) und Schmerzen

- Verbesserung von Körperhaltung und Gleichgewicht

- Leichtere Bewältigung von komplexen Bewegungsabläufen

- Erleichterung der Aktivitäten des täglichen Lebens

- Unterstützung von Kreislauf und Atemfunktion

- Verlangsamung des Fortschreitens der Erkrankung

 

Die Ergebnisse wurden auf zahlreichen Kongressen vorgetragen. Publikationen führen dazu, dass das Therapiekonzept der WBK allgemein übernommen wurde und Eingang in die Literatur fand. Prof. Dr. med. Georg Weimann fasste die Ergebnisse in dem Buch „Neuromuskuläre Erkrankungen – Grundlagen, Krankengymnastik, physikalische Therapie, Ergotherapie“ zusammen. Das Buch erschien 1994 im Pflaum-Verlag München und gilt derzeit als wesentliches Werk zur Behandlung solcher Patienten.

Therapie in der WBK
Auf der Basis der Auswertungen der 20-jährigen Therapiestudie erfolgen heute die Behand­lungen durch erfahrene und speziell geschulte Therapeuten.

In der WBK werden dynamisch orientierte krankengymnastische Behandlungen sowohl im Trockenen als auch im Wasser, im Schlingentisch oder als Kombination durchgeführt, jedoch kommen im Rahmen der Behandlungen auch isometrische Behandlungselemente mit zum Einsatz. Weiterhin werden Ganzkörperüberwärmungsbäder nach Lampert durchgeführt, die den Muskelstoffwechsel anregen und evtl. durch Fehlhaltung bedingte Muskelverspannun­gen lockern.

Weitere Therapiemaßnahmen sind lockernde und den Stoffwechsel leicht anregende manuel­le Massagen sowie kombinierte mittel- und niederfrequente Reizströme zur Muskel­kräftigung und bei Bedarf zur Schmerzlinderung (z. B. bei Hyperlordosierung oder sonstigen Fehlhaltungen). In einem Teil der Patienten kann auch ein vorsichtig dosiertes apparatives, vom Krankengymnasten kontrolliertes Muskeltraining angezeigt sein.

Je nach Symptomatik kommen weitere Maßnahmen aus dem gesamten Spektrum der physi­kalischen Medizin in Betracht. Im Rahmen der Ergotherapie erfolgt nicht nur ein funktionell ausgerichtetes Training insbesondere zur Verbesserung der Selbsthilfefähigkeit, sondern auch eine Beratung und gegebenenfalls eine Erprobung von Hilfsmitteln. Vor und nach der Behandlung wird ein sehr ausführlicher funktionsdiagnostischer krankengymnastischer Befund erhoben, bei dem die Kraft zahlreicher Muskelgruppen und das Bewegungsausmaß der großen Gelenke und die lokale Ausdauer besonders der Extremitätenmuskulatur getestet werden.

Bei Bedarf erfolgen eine neurophysiologische Überprüfung der Diagnose sowie eine inter­nistische Abklärung von begleitenden Herz- und Atemmuskelbeteiligungen sowie eine medikamentöse Einstellung und die Überprüfung von Ventilationsstörungen im Schlaflabor, um festzustellen, ob evtl. eine assistierte intermittierende Beatmung notwendig ist.

Im Rahmen von Patientenseminaren mit Arzt und Psychologe erfolgen Informationen über grundsätzliche Aspekte von neuromuskulären Erkrankungen sowie Therapiemöglichkeiten und Krankheitsverarbeitungsstrategien, aber auch Diskussionen über Problemen mit Kosten­trägern.

Langzeitbeobachtungen an wiederholt in der WBK stationär behandelten Patienten zeigten eine überraschend langsame Progredienz der Symptomatik, so dass wir von einer Verzöge­rung des Krankheitsverlaufes durch wiederholte stationäre physikalische Behandlungen aus­gehen.

In den Schulferien, besonders den großen Sommerferien, aber auch in Oster- und Herbst­ferien werden zahlreiche Kinder und Jugendliche bevorzugt zur Behandlung aufgenommen, damit möglichst wenig Schulbesuch ausfallen muss. Auch Eltern können als Begleitperson mit aufgenommen werden, sofern der Kostenträger die Genehmigung erteilt.

Die Behandlungsdauer der Rehabilitation wird meist vom Kostenträger zunächst für 3 Wochen genehmigt. Bei medizinischer Notwendigkeit wird eine Verlängerung der Kosten­übernahme ärztlicherseits beantragt. Die Klinik wird sowohl von Regelleistungs- wie Privat­krankenkassen belegt wie auch Rentenversicherungsträgern.

ANSCHRIFT
Asklepios Weserbergland-Klinik GmbH
Grüne Mühle 90
37671 Höxter
Telefon: +49 (0)5271-98-0
Telefax: +49 (0)5271-98-4444
E-Mail: hoexter(at)asklepios(dot)com
Internet: www.weserbergland-klinik.de