Forschung schenkt Hoffnung

Seit einigen Jahren erlebt die medizinische Forschung im Bereich Muskelschwund einen deutlichen Aufschwung. Neue Technologien und erweiterte Erkenntnisse eröffnen neue Möglichkeiten, die noch vor wenigen Jahren undenkbar erschienen. Doch die Forschung ist teuer und erhält nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdient. Darum wurde 2020 in Kooperation mit einer Hamburger Familie das DMH-Projekt "MightyMaje" ins Leben gerufen.

Maje - Namensgeberin für MightyMaje

Zu sehen ist das Portraitbild eines jungen Mädchens, das in die Kamera lächelt.

Maje ist eine junge Hamburgerin mit einer seltenen Form von Muskeldystrophie. Sie ist die Namensgeberin des Spendenprojekts und steht symbolisch für alle Menschen, die von Muskelschwund betroffen sind. Mit 14 Monaten stand ihre Diagnose fest: eine LMNA-assozierte Muskelerkrankung, eine frühkindlich manifestierte Laminopathie, die nicht nur die Skelettmuskulatur, sondern auch die Herz- und Atemmuskulatur betrifft. Im Sommer 2019 erfährt die Familie von einem Forschungsprojekt an der Charité und dem Max-Delbrück Center, das sich mit Mutationen auf dem LMNA-Gen beschäftigen wird, mit dem Ziel eine Therapie für Laminopathien zu entwickeln.

Hoch erfreut konnten wir über die Großsspende einer Privatperson 1,35 Millionen Euro für das Forschungsteam von Prof. Dr. Simone Spuler zur Verfügung stellen. Im Beisein unseres Schirmherrn Dr. Peter Tschentscher wurde der symbolische Spendenscheck im Hamburger Rathaus an Prof. Spuler überreicht.

Forschungsprojekte

Diese Projekte unterstützen wir bereits finanziell mit Ihren Spenden

Max-Delbrück-Center, Charité, Berlin
Link: https://www.mdc-berlin.de/de/spulerr

Heimer Institut für Muskelforschung am Bergmannsheil, Bochum
Link: Heimer Institut für Muskelforschung am Bergmannsheil

LMU Friedrich-Baur-Institut, München
Link: Klinische Studien | Friedrich-Baur-Institut

TUM Klinikum Rechts der Isar, München
Link: https://mri.tum.de/de/Forschung-und-Lehre

Asklepios Weserbergland-Klinik, Höxter
Link: Therapiezentrum für Neuromuskuläre Erkrankungen – Asklepios Weserbergland-Klinik Höxter

Die Studie ist bereits abgeschlossen und hat viele wichtige Erkenntnisse gebracht, auf denen die heute angewandten Therapien beruhen.

Lernen Sie unser Netzwerk kennen!

Max-Delbrück-Center, Charité, Berlin

Prof. Dr. Simone Spuler

Leiterin des Forschungszentrums im Max Delbrück Centrum für molekulare Medizin, Charité Berlin

Friedrich-Baur-Institut, LMU Klinikum, München

Priv.-Doz. Dr. Peter Meinke

Wissenschaftler und Forschungsgruppenleiter am Friedrich-Baur-Institut, LMU Klinikum München

Weserbergland-Klinik, Höxter

Martin Kemper

Ehemaliger leitender Physiotherapeut der MYO-Studie und Autor.

Department of Neurology - lingor lab, München

Laura Tzeplaeff

Postdoctoral Research Fellow

Weiterführende Links

Patientenregister: https://www.cmdir.org/

Was bedeutet Forschung für mich?

In Deutschland leben über 300.000 Menschen mit einer neuromuskulären Erkrankung (Muskelschwund). Was Forschung für die Betroffenen bedeutet, lesen Sie hier.

Die Forschung ist für mich von großer Bedeutung, weil sie Hoffnung auf eine bessere Zukunft für alle Menschen mit Muskelschwund gibt. Sie kann dazu beitragen, dass auch neugeborene Kinder schneller eine wirksame Therapie, vielleicht sogar eine Heilung erhalten. Forschung bedeutet für mich Leben, denn sie schenkt mir die Möglichkeit, weiterleben zu können. Die Deutsche Muskelschwund-Hilfe bedeutet für mich Gemeinschaft, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung. Durch sie fühle ich mich nicht allein mit meiner Krankheit, sondern erfahre Verständnis, Hilfe und eine starke Vernetzung mit anderen Betroffenen.

Katharina

Forschung bedeutet für mich Zukunft. Eine Zukunft in der wir unsere Erkrankung besser verstehen und eines Tages behandeln können. Ich lebe mit der seltenen Muskelkrankheit ADSSL1 Myopathie. Sie beeinflusst meinen Alltag und meine Kraft. Ich möchte nicht nur durchhalten und mich anpassen. Ich wünsche mir echte Perspektiven. Forschung zeigt mir, dass wir nicht allein sind und dass an Lösungen gearbeitet wird. Die Deutsche Muskelschwund-Hilfe steht für Verbundenheit, Sichtbarkeit und Einsatz. Forschung bedeutet für mich, dass wir aktiv an unserer Zukunft mitarbeiten. Gemeinsam. Nicht allein.

Simran

Für mich als Betroffene bedeutet die Forschung vor allem Hoffnung und Zuversicht auf Fortschritte in der Behandlung von Muskelerkrankungen und auf einen Stopp des Fortschreitens der Krankheit. Wir alle haben einen Wunsch und dieser rückt für uns Betroffene mit der Forschung, mit jeder Erkenntnis und jedem kleinen Erfolg näher. Für mich bedeutet die Deutsche Muskelschwund-Hilfe Verbundenheit, Unterstützung und Hoffnung für uns Betroffene aber auf für die Angehörigen. Es ist immer jemand da mit einem offenem Ohr und einem guten Herz, was ich sehr schätze!

Finja

Ihre Spende wirkt

Medizinische Forschung ist kostspielig, doch auch dringend notwendig, um Menschen mit Muskelschwund eine Perspektive zu geben und ihre Lebensqualität zu verbessern. Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende!

Spendenkonto: Deutsche Muskelschwund-Hilfe e.V.
Bank: HASPA
IBAN: DE54 2005 0550 1501 0066 45
BIC: HASPDEHHXXX
Stichwort: Forschung

Wenn Sie eine allgemeine Spende ohne Zweckbindung tätigen möchten, geht es hier zu unserem Spendenformular.