Forschung schenkt Hoffnung

Seit einigen Jahren erlebt die medizinische Forschung im Bereich Muskelschwund einen deutlichen Aufschwung. Neue Technologien und erweiterte Erkenntnisse eröffnen neue Möglichkeiten, die noch vor wenigen Jahren undenkbar erschienen. Doch die Forschung ist teuer und erhält nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdient und braucht. Darum entstand 2020 das Spendenprojekt MightyMaje mit dem Ziel, Fördermittel für die universitäre Forschung zu generieren.

Maje - Die Namensgeberin für MightyMaje

Maje ist eine junge Hamburgerin mit einer seltenen Form von Muskeldystrophie. Sie ist die Namensgeberin des Spendenprojekts und steht symbolisch für alle Menschen, die von Muskelschwund betroffen sind.

Über Maje

Maje wird im Herbst 2012 in Hamburg geboren und als gesunder Säugling aus dem Krankenhaus entlassen. Nach einigen Monaten fällt auf, dass sie in ihren Bewegungsabläufen langsamer ist, als andere gleichaltrige Kinder. Krabbeln ist eine der größten Herausforderungen für sie, doch das „würde schon noch werden“, wenn ihre Eltern nur fleißig mit ihr trainierten, sagte der Kinderarzt.

Maje ist ehrgeizig und macht Fortschritte, kann bald allein sitzen und aufstehen. Aber jede Bewegung wirkt weiterhin unsicher und wackelig. Schließlich überweist man sie an einen Neuropädiater, der bei ihr einen maximal erhöhten CK-Wert (Creatin-Kinase) im Blut ermittelt, was den Verdacht auf eine muskuläre Erkrankung bestätigt; da ist sie gerade 14 Monate alt. Die Telefonnummer einer Physiotherapeutin ist alles, was die Eltern aus dem Krankenhaus mitnehmen, sonst könne man eh nichts machen, so der Neurologe. Das Gefühl der Ohnmacht und der Unwissenheit über die Zukunft plagen Majes Eltern seit der Diagnose, denn Muskelerkrankungen sind unheilbar und ihre Verläufe sehr unterschiedlich.

Die endgültige Diagnose
Nach einer Fehldiagnose bekommen Majes Eltern durch die Penal-Gendiagnostik 2018 die finale Diagnose: eine LMNA assozierte Muskelerkrankung, eine frühkindlich manifestierte Laminopathie, die nicht nur die Skelettmuskulatur, sondern auch die Herz- und Atemmuskulatur betrifft. Diese Diagnose verändert den Blick auf die Zukunft für die Familie schlagartig.

Eine echte Chance am Horizont
Im Sommer 2019 erfährt die Familie von einem bevorstehenden Forschungsprojekt am Berliner Max-Delbrück Center, das sich mit Mutationen auf dem LMNA-Gen beschäftigen will, mit dem Ziel eine Therapie für Laminopathien zu entwickeln. Die Eltern schöpfen Hoffnung.

Doch Forschung ist teuer und das öffentliche Interesse an sogenannten seltenen Erkrankungen ist gering. Deshalb wollen Majes Eltern helfen das benötigte Geld aufzubringen

MightyMaje - Ein Projekt zur Förderung der medizinischen Forschung

Gemeinsam mit uns etabliert die Familie die Spendenseite MightyMaje.de. Bald schon können durch großzügige Spenden ein  Forschungsprojekt in Berlin finanziert und erste vielversprechende Ergebnisse präsentiert werden.

2026 entscheiden wir die Spendenseite für alle von Muskelschwund Betroffenen zu öffnen, um so verschiedene Forschungsansätze zu finanzieren. Denn es gibt mehrere hundert verschiedene Muskelkrankheiten und jede einzelne Form braucht ihren eigenen Forschungsansatz. Dabei können Erkenntnisse aus einer Studie auch für die Erforschung anderer Formen von Muskelschwund gewinnbringend sein.

Gemeinsam können wir es schaffen!

Forschungsprojekte

Diese Projekte unterstützen wir bereits finanziell mit Ihren Spenden

Max-Delbrück-Center, Charité, Berlin
Link: https://www.mdc-berlin.de/de/spulerr

Heimer Institut für Muskelforschung am Bergmannsheil, Bochum
Link: Heimer Institut für Muskelforschung am Bergmannsheil

LMU Friedrich-Baur-Institut, München
Link: Klinische Studien | Friedrich-Baur-Institut

TUM Klinikum Rechts der Isar, München
Link: https://mri.tum.de/de/Forschung-und-Lehre

Asklepios Weserbergland-Klinik, Höxter
Link: Therapiezentrum für Neuromuskuläre Erkrankungen – Asklepios Weserbergland-Klinik Höxter

Die Studie ist bereits abgeschlossen und hat viele wichtige Erkenntnisse gebracht, auf denen die heute angewandten Therapien beruhen.

Lernen Sie unser Netzwerk kennen!

Max-Delbrück-Center, Charité, Berlin

Prof. Dr. Simone Spuler

Leiterin des Forschungszentrums im Max Delbrück Centrum für molekulare Medizin, Charité Berlin

Friedrich-Baur-Institut, LMU Klinikum, München

Priv.-Doz. Dr. Peter Meinke

Wissenschaftler und Forschungsgruppenleiter am Friedrich-Baur-Institut, LMU Klinikum München

Weserbergland-Klinik, Höxter

Martin Kemper

Ehemaliger leitender Physiotherapeut der MYO-Studie und Autor.

Department of Neurology - lingor lab, München

Laura Tzeplaeff

Postdoctoral Research Fellow

Weiterführende Links

Patientenregister: https://www.cmdir.org/

Betroffene erzählen

In Deutschland leben über 300.000 Menschen mit einer neuromuskulären Erkrankung (Muskelschwund).

Hier kommen Betroffene selbst zu Wort und Sie können sich ein Bild davon machen, was Ihre Spende nicht nur in der Forschung, sondern auch bei den betroffenen Menschen selbst bewirkt! Zuversicht, Freude, Hoffnung!

„Die Forschung ist für mich von großer Bedeutung, weil sie Hoffnung auf eine bessere Zukunft für alle Menschen mit Muskelschwund gibt. Sie kann dazu beitragen, dass auch neugeborene Kinder schneller eine wirksame Therapie, vielleicht sogar eine Heilung erhalten. Forschung bedeutet für mich Leben, denn sie schenkt mir die Möglichkeit, weiterleben zu können. Die Deutsche Muskelschwund-Hilfe bedeutet für mich Gemeinschaft, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung. Durch sie fühle ich mich nicht allein mit meiner Krankheit, sondern erfahre Verständnis, Hilfe und eine starke Vernetzung mit anderen Betroffenen.“

Katharina

„Forschung bedeutet für mich Zukunft. Eine Zukunft in der wir unsere Erkrankung besser verstehen und eines Tages behandeln können. Ich lebe mit der seltenen Muskelkrankheit ADSSL1 Myopathie. Sie beeinflusst meinen Alltag und meine Kraft. Ich möchte nicht nur durchhalten und mich anpassen. Ich wünsche mir echte Perspektiven. Forschung zeigt mir, dass wir nicht allein sind und dass an Lösungen gearbeitet wird. Die Deutsche Muskelschwund-Hilfe steht für Verbundenheit, Sichtbarkeit und Einsatz. Forschung bedeutet für mich, dass wir aktiv an unserer Zukunft mitarbeiten. Gemeinsam. Nicht allein.“

Simran

„Für mich als Betroffene bedeutet die Forschung vor allem Hoffnung und Zuversicht auf Fortschritte in der Behandlung von Muskelerkrankungen und auf einen Stopp des Fortschreitens der Krankheit. Wir alle haben einen Wunsch und dieser rückt für uns Betroffene mit der Forschung, mit jeder Erkenntnis und jedem kleinen Erfolg näher. Für mich bedeutet die Deutsche Muskelschwund-Hilfe Verbundenheit, Unterstützung und Hoffnung für uns Betroffene aber auf für die Angehörigen. Es ist immer jemand da mit einem offenem Ohr und einem guten Herz, was ich sehr schätze!“

Finja

Ihre Spende wirkt

Medizinische Forschung ist kostspielig, doch auch zwingend notwendig, denn Sie kann die Lebensqualität der Betroffenen deutlich verbessern und bestenfalls Leben retten. Dank der großartigen Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender konnten wir in den letzten Jahren einige Forschungsprojekte unterstützen und wirklich etwas bewirken! Darauf wollen wir natürlich aufbauen.

Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende, die Forschung weiter voranzutreiben.

Spendenkonto: Deutsche Muskelschwund-Hilfe e.V.
Bank: HASPA
IBAN: DE54 2005 0550 1501 0066 45
BIC: HASPDEHHXXX
Stichwort: Forschung

Sie wollen lieber eine allgemeine Spende tätigen, die wir frei dort einsetzen können, wo sie gerade gebraucht wird? Kein Problem. Hier geht es zu unserem Spendenformular.